Meine Tochter war fünf Jahre alt, als wir zum ersten Mal zum Cape Greco fuhren – und ich war völlig überwältigt. Nicht von der Schönheit (die ist atemberaubend), sondern von der Menge an Menschen, die um elf Uhr morgens an den Parkplätzen herumwuselten. Mein Sohn wollte einfach nur in eine Höhle gehen, aber die erste, die wir fanden, war so überlaufen, dass wir gar nicht hineinpassten. Das war 2016. Zehn Jahre später habe ich gelernt, wie man Cape Greco richtig erkundet – und ich teile diese Lektionen gerne mit euch.
Überblick: Was ist Cape Greco wirklich?
Cape Greco ist ein Nationalpark an der südöstlichen Spitze Zyperns, nur etwa 15 Kilometer von Protaras entfernt. Es ist kein großes Naturschutzgebiet wie manche anderen Parks – eher ein konzentriertes Stück Küste mit dramatischen Kalksteinklippen, Meereshöhlen und gut ausgeschilderten Wanderwegen. Der Park erstreckt sich über etwa 9 Quadratkilometer und wird von der Forstbehörde verwaltet.
Was Cape Greco besonders macht: Die Kombination aus Wanderungen, Meereshöhlen und Aussichtspunkten, die alle relativ nah beieinander liegen. Ihr könnt morgens wandern, mittags in einer Höhle schwimmen und nachmittags einen Kaffee an einem der Aussichtspunkte trinken – alles an einem Tag. Aber (und das ist wichtig) nicht alle Höhlen sind für Kinder geeignet, und nicht alle Wanderwege sind so einfach, wie die Schilder vermuten lassen.
Der Park öffnet bei Sonnenaufgang und schließt bei Sonnenuntergang. Es gibt keinen formalen Eintrittspreis, aber es gibt mehrere Parkplätze, von denen einige kostenpflichtig sind. Im Sommer 2026 kostet das Parken etwa 2,50 Euro für 2-3 Stunden.
Die kinderfreundlichen Meereshöhlen – und welche ihr meiden solltet
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Information für Familien: Nicht alle Höhlen sind leicht zugänglich, und einige sind regelrecht gefährlich für Kinder. Hier sind die Höhlen, die ich mit meinen Kindern besucht habe und die ich empfehle.
Kaminakia (Die einfachste Höhle)
Kaminakia ist etwa 200 Meter vom Hauptparkplatz entfernt und erfordert nur einen kurzen Spaziergang über flache Wege. Die Höhle selbst ist groß, hell und hat einen flachen, sandigen Eingang. Das Wasser ist türkis und ruhig – perfekt zum Schwimmen mit Kindern ab etwa vier Jahren. Im Sommer ist diese Höhle natürlich überlaufen, aber wenn ihr vor neun Uhr morgens ankommt, habt ihr oft eine halbe Stunde für euch allein.
Was ich liebe: Es gibt einen Schattenplatz direkt neben der Höhle, wo man Handtücher ausbreiten kann, während die Kinder schwimmen. Der Einstieg ins Wasser ist flach und progressiv – keine plötzlichen Tiefensprünge.
Peripeteia (Die versteckte Alternative)
Diese Höhle ist weniger bekannt und deutlich ruhiger als Kaminakia. Der Weg dorthin dauert etwa 15-20 Minuten von einem kleineren Parkplatz (dem am südlichen Ende des Parks). Der Pfad ist steinig, aber nicht steil. Die Höhle selbst ist kleiner, aber die Sicht ist genauso spektakulär. Das Wasser ist tiefer als bei Kaminakia, also eher für Kinder ab sieben Jahren geeignet, die schwimmen können.
Der Vorteil: Deutlich weniger Touristen. Wenn ihr um zehn Uhr dort ankommt, seht ihr vielleicht zwei oder drei andere Familien statt 50.
Ayios Anargiri (Die atemberaubende, aber anspruchsvolle)
Diese Höhle ist wirklich beeindruckend – sie liegt in einer tiefen Bucht mit Kalksteinklippen ringsum. Der Weg dorthin ist aber deutlich anspruchsvoller: etwa 30 Minuten über unebenes Gelände mit einigen Kletterpassagen. Das Wasser ist tief und die Strömung kann stark sein. Ich würde diese Höhle nur für Kinder ab zehn Jahren empfehlen, und nur wenn sie gute Schwimmer sind und trittsicher sind.
Höhlen, die ich meiden würde
Es gibt ein paar Höhlen im Park, die von oben zugänglich sind (man muss von der Klippe hinunter). Diese sind nicht für Kinder geeignet – der Abstieg ist rutschig, die Felsbrocken sind groß und locker, und es gibt keine Sicherungen. Ich habe gesehen, wie Erwachsene dort hinuntergeklettert sind und ehrlich gesagt, ich würde das nicht tun.
Die besten Wanderwege für Familien
Cape Greco hat etwa 10-15 offizielle Wanderwege, aber nicht alle sind für Kinder machbar. Hier sind die, die ich regelmäßig mit meinen Kindern gehe.
Der Coastal Path (Einfach, 3-4 km, 1-1,5 Stunden)
Das ist der beliebteste Weg im Park und aus gutem Grund. Er verläuft entlang der Klippen mit ständigen Ausblicken auf das Meer. Der Weg ist gut ausgeschildert und größtenteils flach. Es gibt mehrere Abzweigungen zu Aussichtspunkten und Höhlen, also könnt ihr die Route je nach Energie der Kinder anpassen.
Was ich liebe: Ihr könnt bei Kaminakia starten, zum Leuchtturm wandern (etwa 2 km) und dann zurück. Die Kinder sind nicht überfordert, und die Aussichten sind spektakulär. Bringt viel Wasser mit – es gibt keinen Schatten auf diesem Weg.
Der Weg zum Cape Greco Leuchtturm (Mittel, 2 km, 45 Minuten)
Dieser Weg ist etwas weniger überlaufen als der Coastal Path. Er führt direkt zum weißen Leuchtturm an der Spitze des Kaps. Der Weg ist steinig, aber nicht steil. Am Leuchtturm gibt es eine kleine Plattform mit Aussichten in alle Richtungen – bei klarem Wetter könnt ihr fast bis zur türkischen Küste sehen.
Praktischer Tipp: Es gibt eine kleine Taverne neben dem Leuchtturm, wo ihr einen Kaffee oder ein Frappé trinken könnt. Nicht das beste Essen, aber die Aussicht macht es wett.
Der Weg zu den Felsenpools (Mittel, 2,5 km, 1 Stunde)
Dieser Weg ist weniger bekannt, aber wirklich schön für Kinder. Er führt zu mehreren natürlichen Felsenpools – kleine, flache Becken, die vom Meer gefüllt werden. Die Kinder lieben es, darin zu waten und kleine Fische zu beobachten. Der Weg selbst ist etwas uneben, aber nicht steil.
Wege, die ich nicht empfehle
Es gibt ein paar Wege, die als „einfach
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