Es war unser dritter Sommer in Protaras, meine Tochter Lena war damals vier, mein Sohn Max gerade sieben – und ich stand mit zwei quengelnden Kindern, einem zu schweren Strandwagen und einem Ehemann, der die falsche Bucht eingespeichert hatte, mitten auf einem felsigen Weg. Unten glitzerte das Meer türkis. Oben brannte die Sonne. Und ich dachte: Warum hat mir das niemand vorher erklärt?
Seitdem habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, jeden Strand in Protaras systematisch zu erkunden. Nicht als Reisebloggerin mit professioneller Kamera, sondern als Mutter, die wissen will: Komme ich mit dem Buggy ran? Ist das Wasser flach genug für Dreijährige? Gibt es Toiletten? Kostet der Parkplatz ein Vermögen? Hier ist alles, was ich in zwölf Sommern gesammelt habe.
Warum Protaras für Familien so besonders ist
Protaras liegt im Südosten Zyperns, etwa 45 Minuten vom Flughafen Larnaka entfernt. Was die Strände hier von anderen Mittelmeerorten unterscheidet, ist die Kombination aus ruhigem, flachem Wasser und feinem, hellem Sand. Der Grund: Die Küste ist nach Osten ausgerichtet, also meist windgeschützt, und das Meer fällt sehr langsam ab. Für Familien mit kleinen Kindern ist das Gold wert.
Die Hauptsaison läuft von Mai bis Oktober. Wir fahren immer Mitte Juni – die Schulferien in Baden-Württemberg beginnen dann, die schlimmsten Hochsaison-Massen sind noch nicht da, und das Wasser hat schon gute 26 Grad. Im August kann es an den beliebtesten Stränden sehr voll werden, das sollte man wissen.
Auf der Protaras Strände Karte sieht man schnell, dass sich die Buchten über eine Küstenlinie von etwa 8 Kilometern erstrecken – von Pernera im Norden bis Konnos Bay im Süden. Mit dem Auto braucht man für die gesamte Strecke keine 15 Minuten. Zu Fuß ist das natürlich eine andere Geschichte.
Fig Tree Bay: Die Königin der Protaras Strände
Ich fange mit dem Klassiker an, weil man ihn einfach kennen muss. Fig Tree Bay ist der Strand von Protaras – 600 Meter langer, puderzuckerweißer Sand, kristallklares Wasser, das langsam von 30 Zentimetern auf etwa einen Meter Tiefe ansteigt. Für Kinder zwischen zwei und zehn Jahren ist das nahezu ideal.
Die Infrastruktur ist vollständig: Liegen und Sonnenschirme (um die 15–18 Euro pro Set und Tag in 2026), mehrere Cafés und Restaurants direkt am Strand, Toiletten und Duschen, Wasserrutsche und Tretboote zum Mieten, Tauchen und Schnorcheln. Es gibt sogar einen kleinen Spielplatz in der Nähe der Parkfläche.
Das Negative? Im Juli und August ist es voll. Wirklich voll. Wir waren einmal Anfang August dort – es hat sich angefühlt wie Rimini. Ich empfehle: Entweder früh da sein (vor 9 Uhr haben Sie die Wahl bei den Liegen) oder die Nebensaison bevorzugen. An einem Dienstagmorgen im Juni ist Fig Tree Bay ein Paradies.
„Fig Tree Bay morgens um acht, Kinder im Wasser, Kaffee in der Hand, fast niemand da – das ist mein Protaras.
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